Willie Riem* 1932


Willi Riem – Blutspendebeauftragter mit Herzblut

Unser Rotkreuzler Willi Riem

  • 1932 in Hülzweiler geboren
  • 1949 Eintritt in das Deutsche Rote Kreuz
  • Beruflich tätig als Sicherheitsfachkraft bei den Saarbergwerken
  • 1958-1965 Bereitschaftsführer im DRK-Ortsverein Hülzweiler
  • Ab 1959 EH-Ausbilder und ab 1969 auch LSM-Ausbilder für Führerscheinbewerber
  • 1972 Führung der Bereitschaft IV innerhalb des Kreisverbandes
  • 1973 Etablierung der Blutspende im DRK-Ortsverein Hülzweiler
  • 1974 stv. Kreisbereitschaftsführer
  • 1975-2002 1. Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Hülzweiler
  • 1978 Verleihung der Leistungsspange in Silber
  • 1988 Verleihung des DRK-Ehrenzeichens
  • 2013 Jubiläum zur 40. Blutspende (bis dahin 32 370 Blutkonserven)

Die Blutspende im Saarland

  • Die Blutspende ist eine traditionelle satzungsgemäße Aufgabe des Deutschen Roten Kreuzes, die in weiten Teilen der Welt vom Roten Kreuz oder Roten Halbmond wahrgenommen wird und auf der Grundlage der Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit beruht.
  • Die mobile Blutspende wird von hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Blutspendedienstes, sowie von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den DRK-Ortsvereinen organisiert und durchgeführt.
  • 1959-1962 Neubau der Blutspendezentrale in Bad Kreuznach, die im Auftrag der Landesregierung die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz und später auch im Saarland mit Blutprodukten versorgen sollte.
  • 1965 erster Blutspendetermin im Saarland beim DRK-Ortsverein Blickweiler
  • Nach und nach wurden in immer mehr DRK-Ortsvereinen Blutspendetermine organisiert und Blutspender gewonnen.
  • Während früher das Blut in Glasflaschen gesammelt wurde und Helferinnen und Helfer die Flasche bewegen mussten, um den Zulauf durch Knicken des Schlauches zu regulieren, hat die Technik sich bis heute gravierend geändert beginnend von der Blutmischwaage mit Kunststoffbeutel bis hin zur EDV.
  • 1995 Gründung des DRK-Blutspendedienst Rheinland-Pfalz/Saarland gGmbH
  • 1995 Einführung neuer Verfahren, die die Trennung der Vollblutkonserven in  einzelne Blutpräparate möglich machte.
  • 2002 Fusion der DRK-Blutspendedienste Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz/Saarland zum DRK-Blutspendedienst West gGmbH.
  • 2012-2015 Zentrum des DRK-Blutspendedienstes Saarland mit zwei mobilen Entnahmeteams und Reinraumlaboratorien zur anwendungsorientierten Forschung in Homburg.

„Das Blut soll da hin, wo es gebraucht wird“

Das Engagement im Roten Kreuz wurde Willi Riem schon in die Wiege gelegt. Dass er ein Mann der Tat ist, zeigte er als Vorsitzender nicht erst Anfang der neunziger Jahre als der DRK-Ortsverein aus seinen alten Räumlichkeiten ausziehen musste und er alle Hebel in Bewegung setzte, um ein neues Rotkreuzhaus bauen zu können.

Bereits 1973 etablierte er die Blutspende in seinem Ortsverein auf eine eher unkonventionelle Art: Nachdem er erleben musste, dass die Operation seiner Frau mangels Blutkonserven vier Mal verschoben wurde, entschloss er in seinem Wohnort Hülzweiler einen festen Blutspendetermin einzurichten. Dass er damit bei benachbarten Ortsvereinen und auch beim Blutspendedienst auf wenig Zustimmung und Unterstützung stieß, kümmerte ihn wenig. Er organisierte eine groß angelegte Werbe- und Aufklärungsaktion mit der fachlichen Unterstützung des damaligen Kolonnenarztes Dr. Uhl und der Jugend des Ortsvereins, die von Haus zu Haus zogen und Bereitwilligkeitserklärungen zum Blutspenden austeilten. So konnten 130 unterschriebene Erklärungen von Willi Riem eingesammelt werden, die dann beim Blutspendedienst eingereicht wurden, diesen aber nicht wirklich überzeugten. Aber immerhin führte dies dazu, dass ein Termin in Hülzweiler angeboten wurde.

So kam es, dass auf dem ersten Termin 141 Blutspender begrüßt werden konnten. Daher konnten nach diesem Erfolgsprojekt weitere Termine folgen. Bis heute ist der Hülzweiler Blutspendetermin ein erfolgreicher, weit über seine Ortsgrenzen hinaus bekannter Termin, der durch Willis Leitsatz: "E bissje Spaß muss imma noch debei sinn!" und seine unkonventionellen Wege geprägt ist.